INSTALLATIONS
In den Installationen von Sven Sauer tritt ein Thema in den Mittelpunkt, das unsere Zeit zunehmend herausfordert: Hoffnung – nicht als idealisierter Zustand, sondern als real nachweisbare Spur.
Hoffnung gilt als Restbestand einer vergangenen Zeit, ein abstraktes Symbol.
Zu sehr sind wir umstellt von all dem Rauschen, den Bildern, die jeden Tag auf uns einstürzen.
Hoffnung tritt nicht offen auf, sondern verbirgt sich leise und verschlüsselt als schwer fassbare Spur. Etwas, das man beinahe übersehen würde.
Sven Sauer sucht nach diesen verborgenen Spuren von Hoffnung in unserer Wirklichkeit.
Seine Werke entstehen aus langen Recherchen, aus Daten, Statistiken und wissenschaftlichen Studien, die über Jahrzehnte gesammelt wurden.
Sie flackert in Datenreihen, in ökologischen Prognosen, in gesellschaftlichen Brüchen und in der stillen Beharrlichkeit von Menschen und Systemen.
Sauer interessiert sich für die Hoffnung als messbare Spur, nicht als sentimentales Ornament.
Sven Sauer lebt und arbeitet als Künstler in Berlin.
Seit 2012 konzentriert sich Sauer auf die Verbindung zwischen sozialen Bewegungen und lokalen Strukturen in Megastädten (wie Tokio, Shanghai, New York und Seoul), die stellvertretend für unsere moderne Welt stehen. Sauers Installationen legen Symptome dieser neuen Gesellschaft frei.

In regelmäßigen Abständen zieht es Sauer zum Theater. So entwickelte er beispielsweise die Bühnenbilder für Don Quichot am Wiesbadener Staatstheater oder Clarence Square am Theater Kapstadt/Südafrika.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Sven Sauer bekannt für seine Arbeit als VFX-Artist. Er arbeitete 15 Jahre für internationale Filmproduktionen - unter anderem an Spielfilmen wie "Atomic Blonde", "Oblivion" und Lars von Triers "Melancholia".
Er war Teil des VfX-Teams, das "Hugo Cabret" den Oscar für Visuelle Effekte und drei Emmys für "Game of Thrones" einbrachte.