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MARIONETTE
Eine Ausstellung über die bizarre Welt Der Deep Fakes

Wir leben in einer Welt, in der der Informationsfluss so schnell ist, dass er die Wahrheit überholt. 

Gemeint ist damit, dass die Informationen schon online vorliegen, bevor sie von einer neutralen Instanz auf Echtheit kontrolliert werden konnte. Dadurch besteht die Gefahr, dass der öffentliche Diskurs bereits entschieden ist, bevor alle Fakten geprüft wurden. 

 

Die Ausstellung MARIONETTE widmet sich diesem neuen Phänomen. Die Erosion von Bewegtbild als unfälschbare letzte Instanz der Wahrheit. 

 

Das Erlebnis der Inszenierung:

 

Die Besucher:innen betreten die Halle und sehen einen Himmel von Zelten, die Kopfüber von der Decke hängen. Ein Klangteppich eines Regen-Gewitters hüllt die Betrachter:innen in eine geborgene Atmosphäre. Die Künstler greifen auf Erinnerungen zu, wie schön eine Nacht im Zelt bei eintreffenden Regen sein kann.

 

Die Blitze in den Zelten basieren auf Trackingdaten der ersten Raketen-Detonationen des 22. Februar 2022. In einem Videoclip sieht der Betrachter die Aufnahmen eines Mobiltelefons, gefilmt von einem Hochhaus: am Horizont leuchten Blitze der Einschläge auf. 

Obwohl schon bald klar werden wird, daß die Aufnahmen aus der Ukraine stammen, werden sie fälschlicher Weise den Angriffen auf Aleppo zugeordnet.

Wie ein Vorbote, spiegeln bereits diese ersten Bilder des Krieges, wie Desinformation unsere Gesellschaft zu einem neuen Denken von Informationskonsum erziehen wird.

Auch wenn in der Vergangenheit Desinformation bei Kriegen immer wieder zum Einsatz kamen, so tauchen diese nun zum ersten Mal in Bewegtbild Clips auf. Die Authentizität und Echtheit des Videos als Garant für Wahrheit wird angreifbar.

 

Stehen wir vor einer „Wahrheitskrise“? 

Würde ein Deepfake-Video von Tesla-CEO Elon Musk, in dem er seinen Rücktritt ankündigt, einen Ausverkauf der Tesla-Aktie bewirken? 

Was passiert mit einer offenen Gesellschaft, die sich nicht auf eine gemeinsame Realität einigen kann?

Die Installation macht die grundlegende Problematik fühlbar, die bei Deep Fakes ihre Wirkung entfaltet: Die unsichere Datenlage. 

 

Das Berliner Studio für Klangerlebnisse „kling klang klong“ und „Künstler ohne Namen“ erschaffen eine raumgreifende Licht-Sound-Installation.

Kling Klang Klong ist bekannt für Inszenierungen an der Semperoper Dresden, der Elbphilharmonie oder der Sound Scenography des LUXEMBOURG PAVILION auf der EXPO 2020. In ihrer Arbeit nutzen sie Technologien zur Erweiterung ihres künstlerischen Ausdrucks.“

 

Auf mehreren Ebenen gibt die Ausstellung Einblicke in die bizarren Schattenseiten aber auch positiven Entwicklungen der Deep Fake Technologie, die unsere Welt in den nächsten Jahren formen werden.

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Artworks by:

Kling Klang Klong & 

Sven Sauer 

 

Curated by:

Clara Sauer

 

At the:

POP Kudamm

 

Deep Fake by: HDSHT

Actor: @o_wronka 

Camera by @frank_sauer 

 

Photos & Videos by:

Frank Sauer

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